Alles rund um Gemüsesäfte

Der Obstentsafter lässt natürlich sofort an erfrischende Apfel-Birnensäfte oder einen frisch gepressten Orangensaft denken. Doch der Entsafter lässt sich nicht nur für Obst verwenden, auch viele Gemüsesorten können in leckeren Saft verwandelt werden. Ganz gleichgültig ob man eine Saftpresse oder eine Zentrifuge verwendet, Karotten, Tomaten und Co geben eine leckere Erfrischung ab, auch wenn man es ihnen nicht auf den ersten Blick zutrauen würde. Und gerade deswegen sollte man sich unbedingt einmal überwinden und einen leckeren Drink aus Gemüse der Saison genießen.


Wichtige Inhaltstoffe von Gemüsesäften  

Während Fruchtsäfte vor allem Vitamin C, Fruchtsäuren, Kalium, Pektin und Anthocyane enthalten, findet man im Gemüsesaft mehr Mineralstoffe, Spurenelemente und Carotinoide. Durch Kenntnis der einzelnen Inhaltstoffe, kann man sich bei Mangelerscheinungen oder diversen Beschwerden eine natürliche Medizin pressen. Dabei hat man natürlich den Vorteil von fehlenden Nebenwirkungen und Ähnlichem, denn es handelt sich immer noch um vollkommen natürlich vorkommende Lebensmittel.
Eisen, Magnesium, Folsäure und Kalzium findet man zum Beispiel in Petersilie und Fenchel. Eisen ist wichtig für die Blutbildung, bei Eisenmangel leiden viele an Blutarmut. Diese zeigt sich dann nicht nur durch Blässe, sondern vor allem durch schnelle Ermüdbarkeit und Abgeschlagenheit. Magnesium ist besonders für Muskeln unverzichtbar. Besonders Sportler oder auch solche die es werden wollen, sollten immer für einen guten Magnesiumgehalt sorgen. Mit steigendem Alter merken vor allem Frauen den zunehmenden Rückgang von Kalzium. Die Knochen werden poröser, man leidet an Osteoporose. Bei ausreichender Kalzium-Zufuhr und Bewegung an der frischen Luft kann man der Knochenerkrankung jedoch vorbeugen. Folsäure ist vor allem für werdende Mütter und auch die, die es werden wollen, wichtig. Ein Mangel an Folsäure kann nämlich beim ungeborenen Kind zu starken Fehlbildungen führen.

Das Beste aus den Gemüsesäften herausholen  

Ein guter Saft kann natürlich nur dann entstehen, wenn man nur hochwertige Ausgangsprodukte in den Entsafter gibt. Ganz gleichgültig ob man einen Obstsaft oder einen Gemüsesaft pressen möchte, am besten greift man auf biologisch angebautes Gemüse der Saison zurück, welches aus naheliegenden Anbaugebieten kommt.
Will man einmal spontan einen Gemüsesaft pressen, kann man auf Lager-Früchte wie diverse Kohlarten, Wurzelgemüse, Karotten und Rote Beete zurückgreifen. Den Gemüsesaft kann man dann auch noch mit Obst aufwerten, hier eignen sich vor allem Äpfel sehr gut, die durch die Lagerung kaum an kostbaren Inhaltsstoffen verlieren. Bei der Lagerung sollte man aber darauf achten, dass die Früchte kühl und dunkel gelagert sind. Deswegen eignet sich entweder der Keller oder auch der Kühlschrank sehr gut für das Einlagern.
Manche Säfte werden durch Oxidation schnell braun. Dadurch gehen leider auch wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel das Vitamin C verloren. Um dies zu verhindern, kann man den Fruchtdrinks noch einen Spritzer frische Zitrone zugeben. Die Säure verhindert die Oxidation und schützt somit vor einem Verlust an Vitamin C und Co.

Der Karottensaft  

Besonders beliebt unter den Gemüsesäften ist der Karottensaft. Dieser enthält neben vielen Vitaminen auch wertvolle Mineralstoffe. Bei den Vitaminen stehen bei Karotten vor allem Betakarotin (Vitamin A) und Vitamin E im Vordergrund. Bei beiden handelt es sich um so genannte fettlösliche Vitamine. Deswegen sollte man immer einen Schuss Öl in den Karottensaft geben, damit die Vitamine auch wirklich aufgenommen werden können.

Der Saft aus Karotten hilft nicht nur bei Verdauungsbeschwerden im Magen-Darm-Bereich, sondern auch bei Sodbrennen. Denn es wird nicht nur die Peristaltik angeregt, sondern vor allem auch die Magensäure neutralisiert. Die gute Verträglichkeit des Karottensaftes macht diesen auch zu einem beliebten Getränk für Kleinkinder. Doch nicht nur der Saft an sich ist sehr gut verträglich, sondern er führt auch zu einer besseren Verträglichkeit des Sonnenlichts. Das enthaltene Beta-Karotin führt nämlich bei regelmäßigem Genuss zu einer Färbung der Haut, wodurch schädigende Sonnenstrahlen besser herausgefiltert werden können. Dies ist natürlich nur eine unterstützende Maßnahme, man darf trotzdem nicht auf einen adäquaten Sonnenschutz verzichten!

Weitere beliebte Gemüsesäfte  

Neben den Karotten gibt es natürlich noch eine ganze Reihe weiterer Gemüsesorten, die zu Gemüsedrinks verarbeitet werden können. Darunter fallen:

  • Rote Bete
  • Tomaten
  • Sauerkraut
  • Avocado

Der Rote-Bete-Saft fällt vor allem durch die auffällige Farbe auf. Zudem ist eine breite Palette von wichtigen Nährstoffen im Saft enthalten. Der Tomatensaft wird nicht nur in Großbritannien sehr gerne getrunken. Zudem kann der Saft auch länger gelagert und vielseitig eingesetzt werden. So können nicht nur tolle Cocktails und Getränke zubereitet werden, der Tomatensaft kann auch zum Kochen verwendet werden. Sauerkraut ist nicht nur ein wichtiger Lieferant von Vitamin C, sondern auch ein Wundermittel gegen alle Arten von Verdauungsproblemen. Avocados bringen nicht nur einen Hauch Exotik mit, sondern auch eine geballte Ladung an Vitaminen und Spurenelementen, die das Gesundbleiben leicht machen.

Weitere mögliche Gemüsesorten für die Saftherstellung sind: Blumenkohl, Fenchel, Gurke, Grünkohl, Kohlrabi, Paprika, Petersilie, Rotkohl, Spinat, Weißkohl, Zucchini und Zwiebel. Viele dieser Gemüsesorten sind zwar nicht als purer Gemüsesaft zu genießen, können diesen aber durchwegs geschmacklich aufwerten.

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